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Aquaschwingsortierer

Aufbau und Wirkungsweise von Aquaschwingsortierern:

Aquaschwingsortierer bestehen aus den folgenden Baugruppen:

  • Als Zuführeinrichtung dient beim Aquaschwingsortierer
    Typ ASS der trichterförmig ausgebildete Voreindicker.
    Beim Typ ASK erfolgt die Zuführung des Aufgabegutes
    dagegen meist mittels einer Schurre.

  • Aufstromzone mit Aufstromdüsenboden, einschließlich
    Mess- und Regeleinrichtung zur Regulierung der auf-
    strömenden Frischwassermenge.

  • Rückwand mit höhenverstellbarem Auslauf für abzu-
    scheidende Leichtstoffe.

  • Beruhigungszone und Gegenstromdüsen zur
    Abtrennung von Leichtstoffen auf der Oberfläche des
    Materialbettes.

  • Beim ASS ist vor dem Austragsbereich eine Entwässe-
    rungszone
    , beim ASK dagegen eine Klassierstrecke
    angeordnet.
Die besonders wirksame und wirtschaftliche Reinigung und
Klassierung des zugeführten Aufgabegutes in Aquaschwing-
sortierern beruht auf der Kombination von verschiedenen, mit
einer Schwingbewegung überlagerten Wirkprinzipien innerhalb
einer Maschine.

Der den Aquaschwingsortierern vom Typ ASS zugeführte,
verunreinigte Sand mit einer Regelkörnung von 0-2 mm wird
im Voreindicker durch die Zugabe von Wasser homogenisiert, eingedickt und anschließend der Aufstromzone zugerührt.
Die Güte der Homogenisierung lässt sich durch die Menge des
zugegebenen Frischwassers und mittels verstellbaren Auslauf-
düsen am Auslauf des Voreindickers optimieren. Überschuss-
wasser entweicht über den Überlauf des Voreindickers zu-
sammen mit Schlamm, Feinsand und Leichtstoffen. Dem Typ
ASK werden dagegen grobkörnige Materialien unmittelbar über
eine Schurre zugeführt.

Vom Voreindicker bzw. der Schurre gelangt das Aufgabegut
in die trogförmige Aufstromzone, die in Förderrichtung des
Materials ansteigt. Dieser Bereich ist mit einem Düsenboden
versehen. Hier wird das Aufgabegut in Verbindung mit der
Schwingbewegung der Maschine in eine aufgelockerte Schwer-
trübe gewandelt, deren Dichte sich durch die Regulierung der
Aufstromwassermenge und -verteilung variieren lässt. Innerhalb
dieses Setzbettes finden eine Dichtestromsortierung und eine
Sedimentation statt. Überlagert werden diese Effekte durch eine
Querstromsortierung auf der Oberfläche des Setzbettes, die
insbesondere durch das entgegen der Materialförderrichtung
über die Rückwand abfließende Wasser und die Gegenstrom-
düsen erzeugt wird. Auf diese Weise werden das Aufgabegut
gereinigt sowie Leichtstoffe, Verunreinigungen und Feinsande
über die Rückwand ausgetragen. Die höhenverstellbare Rück-
wand ermöglicht die Regulierung der Setzbetthöhe und des
abgeschiedenen Feinsandanteiles.

Hinter der Aufstromzone ist die gleichfalls in Förderrichtung
ansteigende Beruhigungsszone angeordnet in deren Bereich
auch die Gegenstromdüsen oberhalb des Setzbettes montiert
sind. Hier wird eine Beruhigung des gereinigten Aufgabematerials
bzw. des Setzbettes erreicht. Die Gegenstromdüsen erzeugen
einen Wasserstrom auf der Oberfläche des Materials in Richtung
der Rückwand, wodurch weitere Leichtstoffe und Verunreinigun-
gen abgeschieden werden.

Von der Beruhigungszone gelangt das Aufgabegut zur Entwäss-
erungszone bzw. auf die Klassierstrecke. In diesem Bereich nimmt
die Steigung der Maschine in Förderrichtung deutlich ab. Innerhalb
der Entwässerungszone wird die Feuchte des gereinigten und
klassierten Aufgabegutes auf einen Restwert reduziert. Stau-
leisten unterbrechen das Materialbett und unterstützen somit die
Entwässerung des Materials. Auf der Klassierstrecke wird da-
gegen das Aufgabegut abhängig von der Siebmaschenweite und
der Anzahl der Siebböden in unterschiedliche Fraktionen klassiert.
Am Ende der Entwässerungszone bzw. der Klassierstrecke wird
das gereinigte und klassierte Endprodukt ausgetragen.

Der Schwingantrieb ist ein aus der Siebtechnik bekannter zwangs-
synchronisierter Zweiwellen-Unwuchterreger. Die Schwingbe-
wegung kann sowohl linear als auch elliptisch oder - bei gleich-
sinnig umlaufenden Massen - kreisförmig ausgeführt werden.


Wesentliche, kompfortable Regelmöglichkeiten zur
Beeinflussung der Reinigung und Klassierung des Aufgabegutes:
  • Regulierung der Ausflussmenge am Voreindicker.

  • Verstellung der Überlaufhöhe an der Rückwand.

  • Regulierung der Aufstromwassermenge und -verteilung
    in der Aufstromzone.

  • Regulierung von Schwingweite, Schwingwinkel, Beschleu-
    nigung und Schwingform des Aquaschwingsortierers.
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