|
Einsatzgebiete
Walzenbrecher werden sowohl für die Zerkleinerung von mittel-
hartem Gestein als auch für anbackende und weiche Materialien
eingesetzt, d.h. für Braun- und Steinkohle, Ton, Mergel, Kalkstein
und ähnliche Rohstoffe.
Arbeitsweise
Die Zerkleinerung des Aufgabematerials erfolgt durch Scher- und
Zugkräfte, die durch große Rotormomente bei niedrigen Umfangs-
geschwindigkeiten erzeugt werden. Durch die Anordnung der
einzelnen Brechwerkzeuge passiert der im Aufgabegut vorhan-
dene Feinanteil ähnlich einer Absiebung mit einem Rollenrost ohne
weitere Zerkleinerung die Brechwalzen. Spezifischer Leistungs-
bedarf, Verschleiß und erzeugter Feinanteil im Endprodukt sind
dadurch wesentlich geringer als bei anderen Zerkleinerungs-
maschinen.
Walzenbrecher für die Primär-, Sekundär- und Tertiär-
zerkleinerung
Der mit Walzenbrechern erreichbare Zerkleinerungsgrad liegt in
Abhängigkeit von Ausführung und Anwendungsfall zwischen
3:1 und 6:1. Durch die unterschiedlichen Baugrößen beträgt die
Durchsatzleistung bis zu 14.000 t/h. Im Primärbereich liegt die
Aufgabestückgröße bei Kantenlängen bis zu 1700 mm, im Tertiär-
bereich können Kantenlängen bis < 8 mm aufgegeben werden.
Brechwerkzeuge
In Abhängigkeit von der Aufgabenstellung werden die Brechraum-
gestaltung sowie die Befestigungssysteme der Zerkleinerungs-
werkzeuge ausgeführt. Die Ausführung der Brechwerkzeuge
kann als Brechring, Segmente oder Picks erfolgen. Dadurch wird
ein einfaches Handling erreicht.
Antrieb
Der Antrieb der Brechwalzen erfolgt über zwei Antriebsstränge,
die auf beiden Seiten des Gehäuses angeordnet sind. Der Antrieb
kann entweder als Keilriementrieb oder als Direktantrieb konzipiert
werden.
Hydraulischer Ausweichmechanismus
Das Hydrauliksystem besteht aus einem Aggregat und zwei Zylin-
dern und dient zur Spalteinstellung und als Überlastschutz.
Mit Hilfe der Hydraulik wird die Loswalze im Handbetrieb verfahren
und durch Beilagebleche der Brechspalt eingestellt. Im Automatik-
betrieb wird die bewegliche Walze durch eine definierte Vorspann-
ung in Brechposition gehalten. Zum Schutz der Maschinenbauteile
weicht die Loswalze bei Überschreitung einer maximal zulässigen
Kraft parallel aus und lässt den Fremdkörper passieren.
|
|